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So funktioniert Earthing 

 
Von Gaétan Chevalier, Ph.D. und James Oschman, Ph.D. 
 
Zusammenfassung 
Viele Menschen stellen fest, dass sie sich wohler fühlen, wenn sie barfuß auf der Erde laufen. 
Die  neuere  Forschung  hat  erklärt,  weshalb  das  so  ist:  Unser  Immunsystem  arbeitet  am  besten, wenn unser Körper mit reichlich Elektronen versorgt ist und die verschafft sich unser 
Körper  leicht  und  ganz  natürlich  durch  Barfußkontakt  mit  der  Erde.  Wissenschaftliche 
Untersuchungen weisen darauf hin, dass die aus der Erde aufgenommenen Elektronen im 
Körper als Antioxidantien wirken. Das heißt, sie schützen den Körper vor Entzündungen und 
vor  ihren  zahlreichen  negativen  gesundheitlichen  Folgen.  Diese  sind  in  der  medizinisch‐
wissenschaftlichen Literatur gut dokumentiert.    


In  Situationen,  in  denen  Barfußkontakt  mit  der  Erde  unmöglich  ist,  kann  man  alternativ 
verschiedene  leitfähige  Systeme  nutzen,  die  zu  dem  Zweck  entwickelt  wurden,  die 
Menschen wieder mit der Erde zu verbinden. Das kann  zum Beispiel  ein Earthing‐Laken auf 
dem Bett sein oder eine Earthing‐Matte unter den bloßen Füßen oder Earthing‐Bänder an 
den Handgelenken, während man am Computer arbeitet.  Wie in dem 2010 erschienenen 
Buch  Earthing  (  in  Deutsch  2011  erschienen  unter  dem  Titel  Earthing  –  Heilendes  Erden)  
dargestellt  ,  belegen  Beobachtungen  und  Untersuchungen  aus  mehr  als  zehn  Jahren:  Je 
mehr Zeit jemand in direktem und damit leitfähigem Kontakt mit der Erde verbringt, desto 
besser fühlt er sich. (1) 


Ein solcher Kontakt ist als Earthing oder Erden bekannt. Dieser Artikel will erklären, warum 
Erden    nicht  nur  nützlich,  sondern  auch  vollkommen  sicher  ist.  Das  Thema  Sicherheit  soll 
detailliert  erläutert  werden,  weil  wir  viele  Anfragen  erhalten,  ob    Earthing  die  Belastung 
durch so genannten „Elektrosmog“ oder „schmutzigen Strom“ steigert. Tatsächlich reduziert 
das Erden die Belastung durch diese möglicherweise störenden Felder, doch wir betonen, 
dass dies nicht die wichtigste  und auch nicht die hauptsächliche Wirkung des Erdens ist. 
 
Einführung 
Viele Menschen bemerken, dass es ihnen besser geht, wenn sie barfuß auf der Erde laufen. 
Die  weltweit  vertretene  Organisation  Society  for  Barefoot  Living  propagiert  die 
gesundheitlichen Vorteile, die  sich einstellen, wenn man Schuhe und Strümpfe auszieht und 
auf  natürliche  Weise  auf  der  Erde  läuft.  Aufgrund  ihrer  eigenen  Erfahrungen  und  der  
Unterstützung  durch  medizinische  Untersuchungen  auf  dem  Gebiet  der  Biomechanik  sind 
die Barfuß‐Fans überzeugt: Viele Fuß‐ und Rückenbeschwerden gehen auf das Tragen von 
Schuhen zurück. Denn Schuhe zwingen uns, uns auf eine Art und Weise zu bewegen und zu 
stehen,  für  die  der  menschliche  Körper  eigentlich  nicht  geschaffen  ist  und  sorgen  so  für 
Deformationen und Beanspruchungen unserer Füße. (2) 


Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass das Wohlgefühl dass das Barfußlaufen auf dem 
Erdboden mit sich bringt, mit wichtigen physiologischen Vorteilen einher geht. Die Erde ist 
eine natürliche Quelle für Elektronen und feine elektrische Felder, die entscheidend dafür 
sind,  dass  unser  Immunsystem  und  unser  Blutkreislauf  richtig  funktionieren  und  die 
Körperrhythmen  und  andere  Abläufe  im  Körper  richtig  aufeinander  abgestimmt  sind. 
Besonders  bedeutsam  ist  folgender  Sachverhalt:  Die  moderne  biomedizinische  Forschung 
hat  einen  Zusammenhang  zwischen  chronischen  Entzündungen  und  allen  chronischen 
Erkrankungen belegt, dazu gehören auch die Alterskrankheiten und der Alterungsprozess an 
1sich.  Eine  chronische  Entzündung  ist  eine  Erkrankung,  die  wir  lindern  oder  verhindern 
können, indem wir unseren Körper mit der Erde verbinden. (3) 


Es  wurde  ebenso  angedeutet,  dass  der  derzeitige  Anstieg  an  chronischen  und 
stressbedingten  Erkrankungen  seinen  Anfang  genommen  hat,  als  Leder,  aus  dem  unsere 
Schuhsohlen früher gefertigt waren, durch Gummi und Plastik ersetzt wurde. Wenn Leder 
durch die Schweißabsonderung der Füße leicht feucht wird, entsteht zwischen der Erde und 
den Füßen ein leitfähiger Kanal für den Elektronenfluss. Gummi und Plastik sind Nichtleiter, 
die uns vom Erdboden isolieren und den nützlichen Elektronenfluss von der Erde in unseren 
Körper verhindern. 


Der  physiologische  Nutzen  des  Erdens  besteht  also  in  dem  direkten  Kontakt  mit  den 
elektrischen  Strömen  und  Feldern  der  Erde.  Diese  Phänomene  spielen  sich  ab,  während 
gleichzeitig vielfältige veränderliche stärkere und schwächere Felder vorhanden sind, die von 
Leitungen  in  Wohn‐  und  Büroräumen  und  unterschiedlichen  elektronischen  Geräten  wie 
Handys ausgehen.  
 
Manche  Menschen,  sorgen  sich,  ob  Earthing  die  Belastung  durch  so  genannten 
„Elektrosmog“ oder „schmutzigen Strom“ erhöht.  Tatsächlich verringert Erden die Belastung 
durch diese potenziell störenden Felder.  


Um  zu  verstehen,  warum  das  so  ist,  muss  man  die  physikalischen  und  biophysikalischen 
Grundlagen  von  Elektrizität  und  Magnetismus  betrachten.  Die  Verwirrung  über  dieses 
Thema ist teilweise darauf zurückzuführen, dass die Forschung zum Erden des menschlichen 
Körpers neue Sichtweisen eröffnet und die Grundlagen von Elektrizität und Magnetismus im 
Hinblick  auf  die  Physiologie  und  die  Medizin  deshalb  neu  untersucht  werden  müssen. 
Verwirrung  stiftet  auch  die  Überzeugung,  wonach  die  unnatürlichen  Frequenzen,  die  als 
Elektrosmog  und  schmutziger  Strom  bezeichnet  werden,  durch  die  Leitungen  von 
Wohnhäusern  fließen  und  sich  mit  Filtern  beseitigen  ließen.  Diese  Signale  sind  in  unserer 
Umgebung als elektromagnetische Strahlung praktisch allgegenwärtig und lassen sich durch 
Filter in den Leitungen nicht völlig eliminieren. Earthing verringert in der Tat die Belastung 
durch diese potenziellen elektromagnetischen Störfelder, aber wir betonen erneut, dass dies 
nicht die wichtigste Wirkung des Erdens ist. 
 
Leiter und Isolatoren  
Materialien  wie  Metalle  sind  elektrische  Leiter.  Sie  enthalten  freie  oder  bewegliche 
Elektronen, die die elektrische Energie von einem Ort zum anderen transportieren. Durch 
das Betätigen eines Lichtschalters kann elektrische Energie durch Kabel zu einer Glühbirne 
geleitet  werden,  die  die  elektrische  Energie  in  Lichtenergie  umwandelt.  Da  wir 
Wechselstrom  verwenden,  kann  die  elektrische  Energie  über  weite  Entfernungen 
transportiert  werden.  Die  elektrische  Energie  fließt  extrem  schnell  (fast  mit 
Lichtgeschwindigkeit), doch die Elektronen an sich bewegen sich im Grunde genommen sehr 
wenig.  Sie  zucken  in  den  Leitungen  lediglich  hin  und  her.  Der  menschliche  Körper  ist  in 
gewissem Maße leitfähig, weil er zahlreiche geladene Ionen (Elektrolyte genannt) enthält, 
die in Wasser gelöst sind. Blut und andere Körperflüssigkeiten sind deshalb gute Leiter. Freie 
oder bewegliche Elektronen können sich auch im Körper bewegen. (4) 


Andere Materialien, die man als Isolatoren oder Nichtleiter bezeichnet, haben sehr wenig 
freie  oder  bewegliche  Elektronen.  Plastik  und  Gummi  sind  gute  Isolatoren  und  werden 
verwendet,  um  elektrische  Leitungen  zu  verkleiden.  So  wird  verhindert,  dass  die  Leiter 
miteinander  Kontakt  haben  oder  Ihre  Haut  berühren,  was  Ihnen  sonst  einen  elektrischen 
Schlag versetzen würde.  

Unterschiedliche Formen von Elektrizität 
Es gibt drei verschiedene Formen von Elektrizität: Gleichstrom (DC), Wechselstrom (AC) und 
statische Elektrizität. All diese Formen kommen in unserer Umgebung vor und alle können 
unser Befinden beeinflussen. Wenn wir etwas über diese Phänomene wissen, können wir 
unser Umfeld leicht gesünder gestalten –  und zwar ohne höhere Kosten und ohne unsere 
Lebensweise  komplett  umzustellen.  Hier  konzentrieren  wir  uns  auf  Gleichstrom  und 
Wechselstrom, wobei uns bewusst ist, dass statische Elektrizität uns auch beeinflussen kann 
und dass sich durch Earthing auch statische Ladungen aufheben lassen. (5) 


Als Beispiel für Gleichstrom nehmen wir eine normale Taschenlampe mit zwei Batterien Typ 
D. Sobald das Licht eingeschaltet wird, bringt ein Strom, der durch chemische Reaktionen in 
den Batterien erzeugt wird, Elektronen dazu, in die Glühbirne zu fließen, die die elektrische 
Energie  in  Licht  umwandelt.  Das  elektrische  Feld  wandert  praktisch  augenblicklich  zur 
Glühbirne, während die Elektronen sich langsam bewegen – ungefähr 7 cm pro Stunde. (6) 
Wechselstrom  ist  die  Form  von  Elektrizität,  die  in  die  Wohnhäuser  und  Unternehmen 
geliefert  wird.  Wechselstrom  wird  von  elektrischen  Generatoren  erzeugt  und  in  der 
Gemeinde über Leitungen verteilt, die oberirdisch oder in der Erde vergraben verlaufen. Im 
Gegensatz  zur  Gleichstromelektrizität  ist  der  tatsächliche  Elektronenfluss  in  einem 
Wechselstromschaltkreis praktisch null, denn die Elektronen bewegen sich hauptsächlich vor 
und  zurück  (in  Nordamerika  60‐mal  pro  Sekunde,  in  Europa  50‐mal),  ohne  tatsächlich  die 
Leitung  entlangzuwandern.  Deshalb  „fließen“  die  Elektronen  in  einem  Lampenkabel  bei 
Wechselstrom im Grunde nicht. Vielmehr  schwingen sie hin und her auf einer Entfernung 
von ungefähr einem hunderttausendstel Zoll. Das bedeutet, dass in Ihren Leitungen zu Hause 
wahrscheinlich  dieselben  Elektronen  schon  da  waren,  als  Ihr  Haus  gebaut  wurde.  Im 
Gegensatz  zum  Gleichstrom  fließen  die  Elektronen,  die  von  einem  Generator  angeregt 
werden,  nicht  zu  Ihnen  nach  Hause  und  kehren  dann  wieder  zum  Generator  zurück, 
nachdem  sie  ihre  Energie  an  Ihre  Lampen  oder  Geräte  abgegeben  haben.  Die  elektrische 
Energie fließt ungefähr mit Lichtgeschwindigkeit; die Elektronen schwingen dagegen nur hin 
und  her.  Dieser  Punkt  ist  wichtig,  weil  Aussagen  wie  die  folgende  zu  diesem  Thema 
Verwirrung stiften: „Jedes Mal, wenn ein Elektron ein Kraftwerk verlässt, um Elektrizität für 
unser Zuhause, für Schulen und Büros zu erzeugen, muss es wieder zurückkehren, um mehr 
Energie zu erzeugen – physikalisches Grundgesetz.“ (7)  


Diese  Aussage  ist  vollkommen  falsch.  Kein  physikalisches  Grundgesetz  erfordert,  dass  ein 
von einem Wechselstromgenerator ausgesandtes Elektron zum Generator zurückkehrt,  um 
mehr Elektrizität zu erzeugen. 
Behauptet  wird  auch,  die  Elektrizitätsversorger  würden  jetzt  die  Erde  als  Teil  des 
Wechselstromnetzes nutzen, um Kosten für Leitungen zu sparen, die wegen des steigenden 
Strombedarfs benötigt werden. Auch diese Aussage ist völlig ungenau und irreführend. Sie 
veranlasste  Leute  zu  der  Ansicht,  Barfußlaufen  oder  die  Verwendung  von  Earthing‐
Hilfsmitteln würde Menschen mit dem Stromverteilungssystem verbinden und dadurch den 
Körper  mit  Wechselstrom  aufladen.  In  Wirklichkeit  gestatten  die  Nationalen 
Elektrotechnischen Normen (National Electrical Code, NEC, in den USA; die Entsprechung in 
Deutschland sind die VDE‐ oder die EN‐Normen) nicht, dass ein elektrisches System direkt 
mit  der  Erde  verbunden  wird.  Stattdessen  verlangen  diese  Normen:  Strom,  der  durch 
irgendeinen  Kurzschluss  entsteht  (Fehlerstrom  genannt),  muss  zur  Stromquelle 
zurückgeleitet  werden,  damit  er  einen  Fehlerstromschutzschalter  auslösen  kann,  derer 
verhindert, dass Menschen verletzt werden oder Geräte zu Schaden kommen. Diese Normen 
verbieten die Verwendung der Erde als Leiter zu diesem Zweck. (8)  

Vielmehr schreiben sie vor, dass elektrische Systeme eine Erdverbindung haben müssen, um 
die  Spannung  bei  Blitzschlag,  Spannungsstößen  oder  unbeabsichtigtem  Kontakt  zwischen 
normalen Stromleitungen und Hochspannungsleitungen zu stabilisieren. (9)  
Diese  Normen  sind  kein  Gesetz,  doch  sie  werden  streng  befolgt,  weil  man  mit  Erfolg 
gerichtlich  zur  Verantwortung  gezogen  werden  kann,  wenn  man  sich  nicht  an  die 
empfohlene Anwendung hält.  


Mit anderen Worten: Die Erde führt keinen Rückstrom an den Generator zurück. Vielmehr 
werden  elektrische  Systeme  geerdet,  um  sie  vor  Blitzschlägen  und  anderen 
außergewöhnlichen Ereignissen zu schützen. 


Die Leitungen in Wohnungen und  Häusern und das Stromverteilungsnetz wirken wie eine 
Antenne, die natürliche und von Menschen erzeugte elektromagnetische Felder übertragen 
und  empfangen  können.  Viele  Geräte  tragen  erheblich  zu  unserem  elektromagnetischen 
Umfeld  bei:  Handymasten,  kabellose  Netzwerkverbindungen,  kabellose  Router, 
Satellitenfernsehen  und  schnurlose  Telefone.  Und  verschiedene  Geräte  geben  
Spitzenspannungen  oder  Störsignale  ab,  die  das  60‐Hz‐Feld  in  den  Leitungen  stören, 
besonders wenn die Geräte an‐ oder ausgeschaltet werden. 

Hier einige verbreitete Beispiele: 


Zusatzstoffe in Leuchtstoffröhren 
hoch‐effiziente Beleuchtung wie Energiesparlampen 
Computerfestplatten 
elektrische Heizgeräte 
elektrische Föhns 
Kühlschränke und Klimaanlagen 
Staubsauger 
 
Um dieses Phänomen zu veranschaulichen, nehmen wir als Beispiel den Kühlschrank oder 
die  Klimaanlage  des  Nachbarn,  den  oder  die  dieser  ein‐  oder  ausschaltet.  Das  löst  eine 
plötzliche elektrische Spitzenspannung aus, die durch die Stromleitungen in das elektrische 
System  Ihres  Haushalts  „wandert“.  Zudem  wird  ein  Signal  in  die  Atmosphäre  abgegeben, 
weil die Leitungen wie eine Antenne wirken. Die verschiedenen Signale und Störungen im 
Wechselstromfeld  zusammengenommen  erzeugen  was  manchmal  als  „schmutzige 
Elektrizität“  bezeichnet  wird.  Man  hat  versucht,  diese  Phänomene  mit  vielfältigen 
Auswirkungen auf die Gesundheit in Verbindung zu bringen, worüber viel diskutiert wurde. 
Einige Menschen scheinen sehr empfindlich auf elektromagnetische Felder zu reagieren und 
können krank werden, wenn sie ihnen ausgesetzt sind, während andere nicht empfindlich 
sind. 


Manche  befürworten  den  Einsatz  von  Filtern,  die  die  so  genannte  schmutzige  Elektrizität 
beseitigen, die durch unsere Leitungen zu Hause fließt. Das Problem ist: Wechselstromfelder 
sind  überall  im  Umfeld,  sie  werden  von  Leitungen  abgestrahlt,  selbst  wenn  kein  Strom  in 
ihnen fließt. Deshalb kann ein Filter unmöglich die Belastung durch elektrische Felder und 
den Lärm, den diese Geräte verursachen, verhindern, wie oben beschrieben. 

 
In einem Artikel aus dem Jahr 2010 führte Frank de Vocht vom Zentrum für Arbeits‐ und 
Umweltmedizin der Universität von Manchester sieben veröffentliche Untersuchungen an, 
in denen behauptet wird, schmutzige Elektrizität sei ein biologisch aktiver Bestandteil der 
üblichen elektromagnetischen Verschmutzung. Jede dieser Studien, so die Schlussfolgerung 
von  de  Vocht,  hatte  erhebliche  methodologische  Fehler  im  Versuchsaufbau,  in  der 
Einschätzung  der  Belastung  und  in  der  statistischen  Analyse,  die  eine  richtige  Beurteilung 
irgendeines  Kausalzusammenhangs  zwischen  Belastung  und  schädlicher  Wirkung 
verhinderten. (10)   
Darüber  hinaus  waren  die  Untersuchungen,  die  von  gesundheitlichem  Nutzen  sprachen 
wenn Filter verwendet werden,  unkontrollierte Versuche mit nur wenigen Teilnehmern. 
 
Die Spannung am Körper messen 
Ein  einfacher  Voltmeter  kann  feststellen,  wie  viel  Wechselstrom‐Elektrizität  von  den 
üblichen  elektromagnetischen  Feldern  (EMFs)  in  der  Umgebung  abgestrahlt  wird  und  wie 
viel in Ihren Körper gelangt. Mit einem Voltmeter lässt sich auch zeigen, wie diese Ladung 
durch das Erden abnimmt. Das können Sie selbst überall testen, etwa während Sie im Bett 
liegen  oder  auf  einem  Stuhl  sitzen,  der  von  verschiedenen  Geräten,  Computer,  Monitor, 
Telefon  etc.  umgeben  ist.  Oder  Sie  können  es  im  Freien  testen,  wobei  Sie  zuerst  Schuhe 
tragen und dann barfuß messen.  


Preiswerte Messgeräte  sind in Elektronikmärkten und über andere Quellen erhältlich. Eine 
der Messleitungen des Geräts wird zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten. Die andere 
wird  mit  einem  Erdungsstab  im  Erdboden  oder  mit  der  Schutzklemme  im  elektrischen 
System verbunden.  


Mit einem Steckdosenprüfer, lässt sich feststellen, ob die Steckdose fachgerecht geerdet ist. 
 
Testen Sie sich zuerst ungeerdet und dann geerdet. Bedenken Sie, dass beispielsweise die 
Kabel der Lampe neben Ihrem Bett ein Wechselstromfeld abstrahlen, selbst wenn die Lampe 
ausgeschaltet ist. 
Als  Beispiel  für  eine  Testumgebung  nehmen  wir  ein  Schlafzimmer.  Zuerst  messen  Sie  die 
Spannung außen an Ihrem Körper. Wir wählen willkürlich eine Zahl aus und sagen hier, diese 
sei zu Demonstrationszwecken 3082 Volt Wechselstrom. Bei Ihnen könnte das mehr oder 
weniger  sein.  Diese  Zahl  besagt,  wie  viel  Spannung  die  elektrischen  Felder  im  Umfeld  in 
Ihren Körper induzieren. 


Stellen Sie nun direkten Hautkontakt ( mit Ihrer Hand, Ihrem Finger, Ihrem Fuß) mit einem 
Earthing‐Produkt  her  (einem  Laken  oder  einer  Matte  beispielsweise),  das  mit  einer 
geerdeten  Steckdose  oder  einem  Erdungsstab  im  Freien  verbunden  ist.  Sobald  Sie  den 
Kontakt herstellen, geht der Wert auf Ihrem Voltmeter sofort massiv zurück in den Millivolt‐
Bereich (mV), ganz nahe null. Diese Wirkung würde mit jedem beliebigen Earthing‐Hilfsmittel 
eintreten. Entscheidend ist, dass sowohl das Earthing‐Produkt als auch die Erdungsleitung 
am  Messgerät  mit  demselben  Erdpotenzial  verbunden  sind,  egal  ob  es  sich  um  eine 
Steckdose oder einen Erdungsstab im Freien handelt. Andernfalls ist Ihr Messwert verzerrt. 
 
Das folgende Beispiel eines Schlafzimmers zeigt, wie Sie die Strahlungshöhe der einzelnen 
EMF‐Quellen weiter messen können. Im Beispielfall standen auf einem Tisch hinter dem Bett 
zwei  kleine  Lampen,  ein  Wecker  und  ein  Radio  und  darüber  hing  eine  große  Lampe 
Gemessen  wurde  die  Körperspannung  einer  Person,  die  ungeerdet  auf  dem  Bett  lag, 
während  wir  diese  Geräte  nacheinander  vom  Netz  trennten,  um  zu  sehen,  wie  sich  das 
auswirken  würde.  Mit  Ausnahme  des  Weckers  wurden  die  Geräte  während  des  Tests 
ausgeschaltet. Die Körperspannung der Person betrug 3082 Volt. 

Als wir nacheinander die Stecker  dieser  Geräte  zogen,  konnten  wir  zusehen,  wie  die  Körperspannung  mit  jedem Steckerziehen zurückging:  


3082 Volt mit allen Geräten an der Netzspannung 
2770 Volt, als der Radiostecker gezogen wurde 
1650 Volt, als die Stecker der zwei Lampen gezogen wurden 
1290 Volt, als die andere kleine Lampe aus der Steckdose gezogen wurde 
0880 Volt, als der Stecker des Weckers gezogen wurde 


Einige  Forscher  aus  Deutschland  wiesen  darauf  hin,  dass  die  oben  zusammengefasste 
Messmethode  der  Körperspannung  nicht  genau  genug  sei,  um  die  Belastung  durch 
elektrische  Felder  von  50/60 Hz  zu  bewerten.  In  ihren  Experimenten  benutzten  sie  die 
ausgefeilten  „potenzialfreien  3D‐E‐Feld“‐Messsonden,  die  auch  als  „Würfelsensoren“ 
bezeichnet  werden,  um  die  Felder  über  oder  unter  einer  Person  zu  messen,  die  eine 
Earthing‐Matte  verwendete.  Sie  stellten  eine  Zunahme  der  Feldstärke  im  Raum  über  der 
Versuchsperson fest, die sie dahin gehend interpretierten, dass Erden „kontraindiziert“ sei. 


Problematisch  an  ihrem  Experiment  war  allerdings,  dass  sie  die  Earthing‐Matte  unter  die 
Matratze  gelegt  hatten,  sodass  kein  direkter  leitfähiger  Kontakt  zwischen  dem  Earthing‐
System und der Haut der Versuchsperson bestand. (11)  
Deshalb  waren  der  Versuch  und  die  Schlussfolgerungen  nicht  richtig.  Die  Person  auf  dem 
Bett war eigentlich nicht geerdet! 
Untersuchungen belegen, dass  im Schlafbereich vieler Wohnungen das stärkste elektrische 
Feld messbar ist , aufgrund der Leitungen in Wänden, Fußböden und Decken und aufgrund 
der Gerätekabel. Die möglichen körperlichen Auswirkungen dieser elektrischen Felder sind 
sehr umstritten. Nach der festen Überzeugung einiger Wissenschaftler können sich sowohl 
die  magnetischen  als  auch  die  elektrischen  Felder  in  den  Leitungen  auf  die  Gesundheit 
auswirken.  Andere  Wissenschaftler  sind  dagegen  ebenso  fest  überzeugt,  dass  die 
wissenschaftlichen Untersuchungsbelege für eine solche Schlussfolgerung nicht ausreichten. 
Bis  groß  angelegte  Studien  und  Untersuchungen  abgeschlossen  sind,  empfehlen  viele 
Wissenschaftler  und  Energieversorger,  im  Umgang  mit  Elektrogeräten  eine  „umsichtiges 
Vermeiden“.  Das  bedeutet,  man  sollte  sich  diesen  Stromquellen  so  wenig  wie  möglich 
aussetzen, bis eindeutige wissenschaftliche Ergebnisse vorliegen. 
Im  Zusammenhang  mit  einem  „umsichtigen  Vermeiden“  betonen  einige  Befürworter  von 
Earthing‐Systemen,  dass  Erden  die  Belastung  durch  Felder  von  elektrischen  Leitungen 
drastisch reduziere. Als Beweis zogen sie Messungen der Körperspannung heran, wie oben 
bereits aufgeführt. Das ist wahrscheinlich richtig, doch die Belastung durch die elektrischen 
Felder  des  Stromnetzes  (darunter  auch  die  schmutzigen  elektromagnetischen  Felder)  zu 
reduzieren  ist  sicher  nicht  die  wichtigste  Wirkung  des  Erdens.  Weit  bedeutsamer  für  die 
Gesundheit  ist,  dass  Earthing‐Systeme  antioxidativ  wirkende  Elektronen  liefern,  die  die 
Funktion des Immunsystems und andere physiologische Abläufe im Körper stabilisieren. 
 
Abschließend  wollen  wir  noch  auf  zwei  Fragen  zur  Sicherheit  eingehen,  die  kürzlich 
aufgeworfen wurden.  
Die  erste  betrifft  die  Sicherheit  einer  geerdeten  Person,  die  eine  metallische  Vorrichtung 
berührt,  die  aufgrund  eines  Defekts  in  den  Leitungen  elektrisch  „heiß“  ist.  Es  ist    wirklich 
unmöglich, in so einer Situation einen elektrischen Schlag zu bekommen, weil in die Kabel 
aller Earthing‐Systeme ein Widerstand von 100.000 Ohm eingebaut ist. Dieser Widerstand 
verhindert, dass Strom in gesundheitsgefährdender Höhe durch irgendein Earthing‐System 
fließt.  
Die zweite Frage: Viele Menschen erkundigen sich, wie gefährlich es ist, vom Blitz getroffen 
zu  werden, solange  man  geerdet  ist.  Dazu  ist  zu  sagen:   Earthing  wirkt  sich  nicht auf  das 
Risiko aus, tödlich vom Blitz getroffen zu werden. 
 
 
 
Schlussfolgerungen 
Earthing versorgt den Körper mit zusätzlichen Elektronen aus der Erde – das ist der größte 
Nutzen des Erdens für die Gesundheit. Wissenschaftliche Untersuchungen und Hypothesen 
weisen  darauf  hin,  dass  sich  Earthing  infolge  dieses  Elektronentransfers  günstig  auf 
Entzündungsprozesse auswirkt. 
 
Der  menschliche  Körper  hat  eine  Methode  entwickelt,  Bakterien  mithilfe  von  reaktiven 
Sauerstoffspezies  (ROS)  abzutöten,  die  von  den  weißen  Blutkörperchen  an  die  verletzte 
Körperstelle gebracht werden. Im Abtöten von Bakterien sind ROS zwar sehr wirksam, doch 
sie  sind  auch  biochemisch  äußerst  reaktionsfreudig  und  können  gesundes  Gewebe 
schädigen.  ROS  sind  üblicherweise  Moleküle  mit  positiver  Ladung,  die  sofort  neutralisiert 
werden müssen; nur so lässt sich verhindern, dass sie in gesundes Gewebe eindringen. Dafür 
sind  negative  Ladungen  notwendig.  Die  Natur  hat  dieses  Problem  gelöst,  indem  sie  den 
menschlichen Körper mit leitfähigen Systemen ausgestattet hat, die alle Körperteile von den 
Füßen her mit Elektronen versorgen. So war es die meiste Zeit in der Menschheitsgeschichte 
von Natur aus eingerichtet. Dank der Erde standen immer negative Ladungen zur Verfügung, 
die verhinderten, dass ein Entzündungsprozess gesundes Gewebe schädigt. Das änderte sich 
alles,  als wir begannen, Schuhe mit Gummi‐ und Plastiksohlen zu tragen und nicht mehr im 
Kontakt mit der Erde schlafen.  


Vielfältige Stressmessungen im Körper zeigen, dass ein geerdeter Mensch weniger gestresst 
und  entspannter  ist.  Earthing  bewirkt  eine  Verlagerung  weg  von  der  Aktivität  des 
Sympathikus hin zu der des Parasympathikus; dadurch lässt die Muskelspannung nach und 
die  Herzratenvariabilität  steigt.  Unabhängig  davon,  ob  Erden  die  Belastungen  durch 
elektromagnetische  Felder  im  Umfeld  reduziert,  bestätigen  diese  Studien,  dass  Erden  den 
Körper  nicht  stresst;  ja,  Erden  reduziert  sogar  jeden  Stressindikator,  den  wir  untersucht 
haben.  
Das Buch Earthing – Heilendes Erden führt Erfahrungsberichte an, in denen Personen, die 
überempfindlich auf Energiefelder in ihrer Umgebung reagierten, davon profitieren, wenn 
sie ihren Körper erden. (1)  
Seit  Jahren  beobachten  wir  auch,  dass  viele  Menschen  durch  Earthing  einem  merkliche 
Erleichterung erfahren, die bei sich zu Hause nur einen geringen Grad an Umgebungsfeldern 
haben und die unter lähmenden Krankheiten leiden,  wie etwa rheumatoider Arthritis.  
Earthing ist ein übersehener Einflussfaktor im Gesundheitswesen. Wir betrachten es als ein 
fehlendes  Bindeglied mit umfassenden und  bedeutsamen Begleiterscheinungen. Wenn das 
Erden  wieder  aufgenommen  wird,  berichten  viele  Anwender  von  einer  merklichen 
Besserung bei vielfältigen Leiden, auch bei chronischer Erschöpfung. Diese Veränderungen 
treten  oft  innerhalb  von  30  Minuten  auf.  Menschen  mit  Entzündungen  haben  vom  Erden 
profitiert, darunter auch Personen mit verschiedenen schweren Autoimmunerkrankungen. 
Wir beschreiben  Earthing nicht als „Behandlung“ oder als ein „Heilverfahren“ für irgendeine 
Krankheit oder Störung. Vielmehr lässt sich eindeutig sagen: Der menschliche Körper hat sich 
im Kontakt mit der Erde entwickelt und muss diesen natürlichen Kontakt aufrechterhalten, 
um richtig zu funktionieren. 

 Anmerkungen 
 
1. Ober, C., Sinatra, S.T., and Zucker, M., 2010. Earthing. The most important discovery ever? 
Basic Health Publications, Inc., Laguna Beach, CA. (Die deutsche Ausgabe erschien 2011 beim 
VAK Verlag: Earthing – Heilendes Erden, ISBN 978‐3‐86731‐091‐8) 
 
2. Bergmann, G., Kniggendorf, H., Graichen, F., Rohlmann, A., 1995. Influence of shoes and 
heel strike on the loading of the hip joint. Journal of Biomechanics 28, 817–827; Burkett, 
L.N.,  Kohrt,  M.,  Buchbinder,  R.,  1985.  Effects  of  shoes  and  foot  orthotics  on  VO2  and 
selected frontal plane kinematics. Medicine and Science in Sports and Exercise 17, 158–163; 
Flaherty, R.F., 1994. Running Economy and Kinematic Differences Among Running with the 
Foot  Shod,  with  the  Foot  Bare,  and  with  the  Bare  Foot  Equated  for  Weight.  Microform 
Publications, International Institute for Sport and Human Performance, University of Oregon, 
Eugene, Oregon; Robbins, S.E., Gouw, G.J., 1990. Athletic footwear and chronic overloading: 
a brief review. Sports Medicine 9, 76–85; Robbins, S.E., Gouw, G.J., 1991. Athletic footwear: 
unsafe due to perceptual illusions. Medicine and Science in Sports and Exercise 23, 217–224; 
Robbins,  S.E.,  Hanna,  A.M.,  1987.  Running‐related  injury  prevention  through  barefoot 
adaptations.  Medicine  and  Science  in  Sports  and  Exercise  19  (2),  148–156;  Robbins,  S., 
Gouw, G., McClaran, J., Waked, E., 1993. Protective sensation of the plantar aspect of the 
foot.  Foot  and  Ankle  14,  347–352;  Siff,  M.C.,  Verkhoshansky,  Y.V.,  1999.  Supertraining, 
fourth ed. Supertraining International, Denver, Colorado. 
 
3. Ober, A.C., 2003. Grounding the human body to Earth reduces chronic inflammation and 
related chronic pain. ESD Journal, July issue; Ober, A.C., 2004. Grounding the human body to 
neutralize  bioelectrical  stress  from  static  electricity  and  EMFs.  ESD  Journal,  February  22 
issue;  Ober,  A.C.,  Coghill,  R.W.,  2003.  Does  grounding  the  human  body  to  Earth  reduce 
chronic  inflammation  and  related  chronic  pain?  In:  Presented  at  the  European 
Bioelectromagnetics Association annual meeting, November 12, 2003, Budapest, Hungary; 
Oschman,  J.L.,  2007.  Review  and  commentary:  electrons  as  antioxidants.  Journal  of 
Alternative and Complementary Medicine 13(8):995‐967; Oschman, J.L., Kosovich, J., 2007. 
Energy medicine and matrix regeneration. Anti‐Aging Therapeutics 10, in press; Applewhite, 
R., 2005. Effectiveness of a Conductive Patch and a Conductive Bed Pad in reducing induced 
human  body  voltage  via  the  application  of  Earth  ground.  European  Biology  and 
Bioelectromagnetics  11/03/2005  issue,  pp.  23–40;  Chevalier,  G.,  Mori,  K.,  Oschman,  J.L., 
2006.  The  Effect  of  Earthing  (grounding)  on  Human  Physiology.  European  Biology  and 
Bioelectromagnetics 31/01/2006 issue, pp. 600–621; Chevalier, G., and Mori, I., The effect of 
Earthing  on  human  physiology.  Part  2:  Electrodermal  measurements.  Subtle  Energies  & 
Energy Medicine 18(3):11‐34; Ghaly, M., Teplitz, D., 2004. The biological effects of grounding 
the  human  body  during  sleep,  as  measured  by  cortisol  levels  and  subjective  reporting  of 
sleep,  pain  and  stress.  Journal  of  Alternative  and  Complementary  Medicine  10,  767–776; 
Brown, D., Chevalier, G., Hill, M., 2010. Pilot Study on the Effect of Grounding on Delayed‐
Onset Muscle Soreness. The Journal of Alternative and complementary Medicine 16(3):1‐9; 
Chevalier G. Changes in pulse rate, respiratory rate, blood oxygenation, perfusion index, skin 
conductance  and  their  variability  induced  during  and  after  grounding  human  subjects  for 
forty minutes. J Altern Complement Med 2010;1:81–87; Oschman, J.L., 2009. Charge transfer 
in the living matrix. Journal of Bodywork and Movement Therapies 13, 215–228; Oschman, 
8J.L.,  2008.  Perspective:  assume  a  spherical  cow:  the  role  of  free  or  mobile  electrons  in 
bodywork,  energetic  and  movement  therapies.  Journal  of  Bodywork  and  Movement 
Therapies  12,  40–57;  Oschman,  J.L.  and  Kosovich,  J.,  2008.  Energy  Medicine  and  Matrix 
Regeneration.  Chapter  26  in  Anti‐Aging  Therapeutics,  Volume  X,  Edited  by  Klatz,  R.  and 
Goldman, R., American Academy of Anti‐Aging Medicine, Chicago IL, pp. 203‐210. 
 
4.  Oschman,  J.L.,  2009.  Charge  transfer  in  the  living  matrix.  Journal  of  Bodywork  and 
Movement Therapies 13, 215–228. 
 
5. Statische Elektrizität ist ein Beispiel für ein Gleichstromfeld, das sich um unseren Körper 
aufbauen kann, wenn wir nicht geerdet sind. Normalerweise haben der menschliche Körper 
und die Gegenstände um uns genau die gleiche Anzahl von Elektronen und Protonen und 
sind  deshalb  elektrisch  neutral.  Statische  Elektrizität  entsteht,  wenn  sich  eine  elektrische 
Ladung  auf  einer  Oberfläche  aufbaut  und  große  Gleichstromfelder  um  den  Körper 
hervorruft. Ist die relative Luftfeuchtigkeit beispielsweise niedrig, dann kann das Gehen über 
einen  Teppich  genügend  elektrische  Ladung  am  Körper  entstehen  lassen,  um  einen 
möglichen Unterschied von 35000 Volt zwischen Körper und Fußboden zu erzeugen. Ein mit 
Urethan‐Schaum gepolsterter Stuhl kann 18000 Volt entwickeln und ein PVC‐Boden 12000 
Volt.  Wenn  Ihr  Körper  auf  diese  Weise  elektrisch  aufgeladen  wird,  können  Sie  einen 
elektrischen Schlag bekommen, wenn Sie einen geerdeten Gegenstand, etwa einen Türgriff 
oder einen Lichtschalter, berühren. Obwohl die statische Elektrizität sehr hohe Spannungen 
hervorrufen kann, viel höher als die 120 Volt unserer elektrischen Steckdose zu Hause (in 
Deutschland  230 V,  Anm.  d.  Ü.),  schaden  diese  uns  nicht.  Denn  bei  einem  statischen 
elektrischen Schlag werden nur wenige Elektronen abgegeben, das heißt, es fließt nur sehr 
wenig Strom. Plastik wurde zwar erst in den 1950er‐Jahren erfunden, doch heute kommt es 
überall vor: in unserer Kleidung, in den Schuhen, in den Betten und den Teppichen, also fast 
in allem, was wir berühren. Diese Materialien erzeugen leicht statische Elektrizität. Leitfähige 
Oberflächen, die mit der Erde verbunden sind, können keine statischen Ladungen aufbauen. 
Täglich werden Millionen von Menschen, die in der Elektronikindustrie arbeiten, geerdet, um 
einen  Aufbau  von  statischer  Elektrizität  zu  verhindern,  die  sonst  in  die  empfindlichen 
elektronischen Bauteile abfließen könnte. 
 
6. http://amasci.com/miscon/speed.html; accessed 8‐28‐01 
 
7. http://www.dirtyelectricity.ca/dirty_electricity_four_components.htm 
 
8.  National  Electrical  Code,  2008  edition.  Section  250.4(B)(4)  of  National  Fire  Protection 
Association, page 70‐97. 
 
9. National Electrical Code, 2008 edition. National Fire Protection Association, page 70‐95. 
 
10. De Vocht, F. “Dirty Electricity:” what, where, and should we care? Journal of Exposure 
Science  and  Environmental  Epidemiology,  2010;20:399–405.Online  at: 
www.nature.com/jes/journal/v20/n5/full/jes20108a.html 
Interessengruppen  von  Menschen,  die  (über)  empfindlich  auf  elektromagnetische  Felder 
reagieren, plädieren dafür, dass die Belastung durch hochfrequente Spannungstransienten, 
auch schmutzige Elektrizität genannt, als bedeutender aktiver biologischer Bestandteil des 
üblichen  Elektrosmogs  angesehen  wird.  In  PubMed  wurde  eine  Literaturrecherche 
9durchgeführt,  in  der  nur  sieben  Artikel  ausgemacht  wurden.  Belastungen  durch 
hochfrequente  Spannungstransienten  wurden  mit  erhöhtem  Krebsrisiko  in  Verbindung 
gebracht. Zu vielfältigen gesundheitlichen Verbesserungen soll dagegen führen, wenn man 
die hochfrequenten Spannungstransienten zwischen 4 und 100 kHz aus den normalen 50‐60 
Hz‐Netzwerken entfernt. Dies wirke positiv bei Diabetikern auf den Plasma‐Glukosewert, auf 
die Symptome bei multipler Sklerose, bei Asthma und anderen Atemwegserkrankungen und 
bei  Schlaflosigkeit.  Verknüpft  wurde  dieses  Eliminieren  auch  mit  erhöhtem  Wohlbefinden 
(Müdigkeit, Frustration, allgemeiner Gesundheitszustand, Reizbarkeit, Zufriedenheitsgefühl, 
Stimmung)  und  besserem  Lernverhalten.  Doch  all  diese  veröffentlichten  Untersuchungen 
enthielten  signifikante  methodologische  Fehler  im  Versuchsdesign,  in  der  Bewertung  der 
Belastung  und  der  statistischen  Analyse.  Das  verhinderte  eine  richtige  Beurteilung  eines 
Kausalzusammenhangs zwischen der Belastungsmetrik und Nebenwirkungen. 
Die  Umweltbelastung  durch  hochfrequente  Spannungstransienten  ist  eine  interessante 
Belastungsmetrik  von  elektromagnetischen  Feldern,  die  die  verfälschten  Ergebnisse  von 
epidemiologischen  Studien  erklären  könnte,  die  „standardmäßige“  NF‐  und  RF‐
Belastungsmetriken  benutzen.  Doch  momentan  verbieten  die  Probleme  in  der 
Vorgehensweise  in  den  veröffentlichten  Studien  die  richtige  Bewertung  der  biologischen 
Aktivität. 
 
11.Virnich,  M.H.  and  Schauer,  M.,  2005.  Caution,  grounding  pads  and  sheets:  Being 
grounded  is  not  equal  to  zero‐field  exposure.  De–der  Elektro‐  und  Gebäudetechniker, 
November issue. 
Dieser  Artikel  ist  im  Internet  auf  Deutsch  zu  finden  unter:  http://www.baubiologie‐
virnich.de/pdf/Achtung_Abschirmdecke.pdf  
  

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Auswirkungen der Erdung auf die Mitochondrienfunktion: ATP-Produktion und ROS-Bildung

Studie im Orginal: https://febs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/2211-5463.70062

Copyright der deutschen Übersetzung bei tz-gesundheit

Zusammenfassung

Mitochondrien spielen eine zentrale Rolle bei der Energieproduktion in Zellen und der Regulierung von oxidativem Stress. Herkömmliche Methoden zur Bewertung von mitochondrialem ATP und reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) basieren auf Metallproben, die das System unbeabsichtigt erden und somit die Ergebnisse verfälschen.

Um den Einfluss der Erdung auf die Mitochondrienfunktion zu untersuchen, haben wir fluoreszenzbasierte Experimente durchgeführt, um diese mitochondrialen Ergebnisse unter drei Bedingungen zu bewerten: verkabelt (geerdet), scheinbar geerdet und Kontrollgruppe.

Mitochondrien unter geerdeten Bedingungen produzierten signifikant mehr ATP (um 5–11 %), reduzierten die ROS-Produktion (um 22–33 %) und verringerten das mitochondriale Membranpotenzial (um 5–6 %) als unter Schein- und Kontrollbedingungen.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Erdung die Bioenergetik der Mitochondrien durch Verringerung des oxidativen Stresses verbessert. Zukünftige Forschungen sollten die weiterreichenden Auswirkungen der Erdung auf die Gesundheit der Mitochondrien im Laufe der Zeit und ihre potenziellen therapeutischen Anwendungen untersuchen.

Abkürzungen:
ADP
Adenosindiphosphat
ANCOVA
Kovarianzanalyse (einseitige ANCOVA)
ANOVA
Varianzanalyse (einseitige ANOVA)
ARRIVE-Richtlinien
Tierforschung: Richtlinien zur Berichterstattung über In-vivo-Experimente
ATP
Adenosintriphosphat
DAMPs
schädigungsassoziierte molekulare Muster
ETC
Elektronentransportkette
FCCP
Carbonylcyanid-p-trifluormethoxyphenylhydrazon
HRP
Meerrettichperoxidase
MSHE-Puffer
Mannitol, Saccharose, EGTA, HEPES-Puffer
OCR
Sauerstoffverbrauchsrate
p-HPA
p-Hydroxyphenylessigsäure
RCR
Atemkontrollverhältnis
ROS
reaktive Sauerstoffspezies
Tukey's HSD
Tukey's ehrlich signifikanter Unterschied (Post-hoc-Test)

Mitochondrien werden zunehmend als wichtige Zentren für verschiedene kritische zelluläre Prozesse anerkannt, darunter der Energiestoffwechsel [[1-3]], die Immunantwort [[4-6]] und die Signalübertragung [[7-10]].

Diese Organellen sind für die Produktion von Adenosintriphosphat (ATP), dem primären Energieträger der Zellen, verantwortlich und regulieren außerdem die Produktion reaktiver Sauerstoffspezies (ROS), die maßgeblich zum oxidativen Stress beitragen [[3, 11-13]].

Eine Funktionsstörung dieser Prozesse steht im Zusammenhang mit der Entstehung zahlreicher chronischer und degenerativer Erkrankungen, die durch genetische, umweltbedingte und lebensstilbezogene Faktoren beeinflusst werden können [[11-14]].

Die ATP-Produktion in den Mitochondrien erfolgt über einen oxidativen Phosphorylierungsprozess, der in erster Linie auf der Elektronentransportkette (ETC) beruht. Dieser Prozess ist für die Erzeugung der für verschiedene Zellfunktionen benötigten Energie unerlässlich.

Während der oxidativen Phosphorylierung entstehen jedoch auch ROS als Nebenprodukt [[15, 16]]. Während geringe Mengen an ROS vorteilhaft sein können und eine wichtige Rolle in zellulären Signalwegen spielen, können übermäßige oder unkontrollierte ROS-Konzentrationen zu erheblichen Zellschäden und oxidativem Stress führen [[3, 11-14, 17-19]].

Ungleichgewichte in der ROS-Produktion werden zunehmend als wichtige Faktoren für die Entstehung verschiedener Gesundheitsprobleme anerkannt. Sie sind beispielsweise an der Alterung beteiligt und tragen zum altersbedingten Rückgang der Zellfunktionen bei [[1, 20-26]]. Darüber hinaus stehen erhöhte ROS-Spiegel in Zusammenhang mit einer Reihe von Stoffwechselstörungen, neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer sowie systemischen Erkrankungen wie Diabetes und bestimmten Krebsarten [[27]].

Neben ihrer Rolle bei der Energieproduktion und Signalübertragung haben Mitochondrien auch wichtige Funktionen im Immunsystem [[4, 5, 28-32]]. Unter Bedingungen einer Zellfunktionsstörung können Mitochondrien schädigungsassoziierte molekulare Muster (DAMPs) freisetzen, Moleküle, die das Immunsystem auf potenzielle Bedrohungen aufmerksam machen [[33]]. Diese Freisetzung von DAMPs kann Entzündungsreaktionen auslösen und spielt damit eine wichtige Rolle für die angeborene Immunität des Körpers [[33-39]].

Diese komplexen Wechselwirkungen unterstreichen, wie wichtig es ist, die Funktion der Mitochondrien zu untersuchen und zu verstehen, sowohl für die Prävention von Krankheiten als auch für die Entwicklung wirksamer Behandlungsstrategien.

Durch die gezielte Beeinflussung der Mitochondrienfunktion und die Regulierung des ROS-Spiegels könnte es möglich sein, das Fortschreiten verschiedener Krankheiten zu beeinflussen und die allgemeine Gesundheit zu verbessern.

Es ist von entscheidender Bedeutung zu verstehen, wie Mitochondrien unter verschiedenen Bedingungen ATP und ROS produzieren. Mitochondrien erzeugen ATP durch oxidative Phosphorylierung und produzieren dabei gleichzeitig ROS als Nebenprodukte. Diese reaktiven Moleküle können, wenn sie nicht streng reguliert werden, oxidativen Stress verursachen und so zu Alterung und Krankheiten beitragen. Grounding (oder Erdung) – der direkte Kontakt mit der Erdoberfläche – soll die Mitochondrienfunktion beeinflussen, indem er den Elektronenfluss beeinflusst und möglicherweise sowohl die ATP-Synthese als auch den ROS-Spiegel beeinflusst.

Interessanterweise werden viele experimentelle Verfahren, wie beispielsweise die Verwendung der Polarographie zur Messung des Sauerstoffverbrauchs mittels einer Clark-Sauerstoff-elektrode [[40, 41]], die erstmals von Chance und Williams [[42]] zur Untersuchung der Sauerstoffaufnahme und oxidativen Phosphorylierung in Mitochondrien eingesetzt wurde, unter geerdeten Bedingungen durchgeführt, um elektrische Störungen zu stabilisieren und die Signalerkennung zu verbessern.

Allerdings wurde bisher wenig Aufmerksamkeit darauf gelegt, wie Erdung die Bioenergetik der Mitochondrien verändern könnte. In unserer Studie haben wir die ATP- und ROS-Produktion sowie die Kopplung zwischen Elektronentransfer und ATP-Produktion in geerdeten und nicht geerdeten Mitochondrien verglichen, um zu untersuchen, ob die Erdung die Mitochondrien-funktion verändert.

Erdung oder Grounding bezeichnet den direkten Kontakt der Haut von Menschen oder Tieren mit der Erdoberfläche. Dies kann durch bloße Füße, Hände oder Erdungsvorrichtungen geschehen, die eine leitfähige Interaktion mit der Erdoberfläche ermöglichen. Der Kontakt mit der Erde neutralisiert übermäßigen oxidativen Stress und ROS und beeinflusst so die Physiologie des Körpers.

Es ist bemerkenswert, dass Menschen und alle anderen Tiere bis in die heutige Zeit, ins-besondere bis zur Einführung von isolierenden Schuhen mit synthetischen Sohlen in den 1950er Jahren, in ständigem direkten Kontakt mit dem Boden standen [[43]].

Earthing bietet zahlreiche Vorteile für das Wohlbefinden – wie durch klinische Studien und randomisierte klinische Studien belegt –, die darauf hindeuten, dass die Erdung von Personen ihre Stimmung sofort verbessert und Müdigkeit verringert [[44, 45]], den Vagustonus und die Herzfrequenzvariabilität verbessert [[44]], die Durchblutung und die Viskosität verbessert [[44, 46]], den Cortisolspiegel reguliert [[47]], senkt den Blutzuckerspiegel [[48]], fördert einen besseren Schlaf [[44, 47, 48]], mildert Entzündungen [[49]] und lindert verzögert auftretende Muskelkater oder Schmerzen im Allgemeinen [[44, 47, 49]] sowie zahlreiche weitere gesundheitliche Vorteile (https://earthinginstitute.net/research).

Die oben genannten Beobachtungen, einschließlich derjenigen über die Auswirkungen der Erdung auf die Verringerung von Muskelschäden [[50]] ohne Verbesserung des Energieverbrauchs beim Laufen oder der physiologischen Reaktionen von Spitzensportlern [[51]], veranlassten uns zu einer Untersuchung der Auswirkungen von ROS und ATP während der Erdung auf die Mitochondrien.

Unsere Ergebnisse zeigten, dass unter geerdeten Bedingungen die Mitochondrien weniger ROS produzierten als nicht geerdete Mitochondrien, was darauf hindeutet, dass Erdung dazu beitragen kann, oxidative Schäden an den Mitochondrien im Laufe der Zeit zu verhindern und damit oxidativen Stress zu minimieren.

Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Erdung für die Mitochondrienfunktion und zeigen, dass es notwendig ist, die Mitochondrienfunktion unter geerdeten und nicht geerdeten Bedingungen zu untersuchen, um ihren natürlichen bioenergetischen Zustand vollständig zu verstehen. Dieser Vergleich könnte neue Erkenntnisse über die potenziellen therapeutischen Vorteile oder Risiken der Erdung im Zusammenhang mit der Gesundheit der Mitochondrien und der Prävention von Krankheiten liefern.

Materialien und Methoden

Tiere

Männliche C57BL/6 (B6) Mäuse (Jackson Laboratories, Sacramento, CA, USA) wurden gemäß den Richtlinien des Institutional Animal Care and Use Committee (IACUC) der University of California, Davis, unter pathogenfreien Bedingungen gehalten. Die Institutional Review Board for the Protection of Animal Welfare (#21780) der University of California, Davis, genehmigte alle Versuchsverfahren und die Ethik dieser Studie. Die Studie wurde in Übereinstimmung mit den Anforderungen der IACUC und den ARRIVE-Richtlinien [[52]] durchgeführt. Die Mäuse erhielten ad libitum Futter und Wasser. Um die Mitochondrien aus der Leber zu isolieren, wurden die Mäuse durch CO2-Inhalation human getötet.

Isolierung der Mitochondrien und Bewertung der Bioenergetik

Alle Reagenzien waren von analytischer Qualität oder höher. Die Mitochondrien wurden aus den Lebern von 3 Monate alten männlichen Mäusen (Stamm C57BL/6) isoliert. Die Mitochondrien der Mäuseleber wurden wie zuvor beschrieben isoliert [[53-55]]. Kurz gesagt wurden die Proben in einem Isolationspuffer (0,22 m Mannitol, 0,07 m Saccharose, 1 mm EGTA, 10 mm HEPES, pH 7,4) mit einem handgeführten PRO Scientific Bio-Gen PRO200 Homogenisator im Verhältnis 1:10 (1 g Nassgewicht Gewebe in 10 ml Puffer) homogenisiert. Anschließend wurden durch differentielle Zentrifugation mit Mitochondrien angereicherte Fraktionen gewonnen. Gereinigte Mitochondrien aus den mit Mitochondrien angereicherten Fraktionen wurden durch differentielle Zentrifugation, gefolgt von einem Percoll-Gradienten und mehrfachen Waschungen in MSHE-Puffer (220 mM d-Mannitol, 70 mM Saccharose, 0,5 mM EGTA, 2 mM HEPES, 0,1 % fettsäurefreies Rinderserumalbumin, pH 7,4) und einer abschließenden Resuspension in 0,5 ml 150 mm KCl (endliche Proteinkonzentration von 70 mg·ml−1) gesammelt. Das Protein wurde mit dem Pierce™ BCA-Proteinassay-Kit gemäß den Anweisungen des Herstellers bestimmt. Der Sauerstoffverbrauch wurde mit einer Hansatech-Clark-Sauerstoffelektrode (Hansatech, King's Lynn, Großbritannien) bewertet [[54-56]]. Mitochondrien (150–300 μg Protein) wurden in einen Puffer mit 0,22 m Saccharose, 50 mm KCl, 1 mm EDTA, 10 mm KH2PO4 und 10 mm HEPES, pH 7,4, in die Sauerstoffkammer gegeben. Die ATP-getriebenen Sauerstoffverbrauchsraten wurden in Gegenwart von (i) 1 mM Malat-10 mM Glutamat, gefolgt von 1 mM ADP und anschließend der Zugabe von 5 μM Rotenon und (ii) 10 mM Succinat, gefolgt von der Zugabe von 1 mM ADP und anschließend der Zugabe von 3,6 μM Antimycin A bewertet. Die Aktivitäten der NADH-gebundenen ATP-Produktion und der FADH2-gebundenen ATP-Produktion in den Mitochondrien wurden als Differenz der Sauerstoffaufnahme vor und nach Zugabe von Rotenon bzw. Antimycin A bewertet.

Erdungs-Versuchsaufbau

Neun ml MSHE-Puffer (0,21 m Mannitol, 0,07 m Saccharose, 1 mm EDTA, 1 mm EGTA, 10 mm HEPES, pH 7,4) wurden in 9 × 15 ml konische Kunststoffröhrchen aliquotiert, von denen 6 mit einem 14 cm langen Edelstahldraht (3 mm) verbunden waren (zur Hälfte in 1 ml Puffer eingetaucht) verbunden. Von den 9 konischen Röhrchen waren 3 geerdet (Edelstahldraht + Kabel mit dem Wasserhahn verbunden), 3 waren Scheinröhrchen (Edelstahldraht + Kabel nicht mit dem Wasserhahn verbunden) und 3 waren nicht geerdet oder Kontrollröhrchen (kein Edelstahldraht, kein Kabel mit der Erde verbunden; Abb. 1). Die Erdung wurde mit einem Handmultimeter überprüft. Ein digitales Multimeter (Commercial Electric MS83010A, manuell einstellbares digitales Multimeter) wurde auf Durchgangsprüfung mit akustischem Signal eingestellt, um die Integrität jedes Stromkreises zu überprüfen. Dieser Test stellte sicher, dass keine Unterbrechungen oder unbeabsichtigte Widerstände in den Stromwegen vorhanden waren. Das akustische Signal bestätigte in Echtzeit eine durchgehende Verbindung und ermöglichte so eine effiziente Fehlerbehebung. Darüber hinaus wurde mit dieser Methode überprüft, ob jede Röhre ordnungsgemäß geerdet war, um eine sichere und widerstandsarme Verbindung zur Erde zu gewährleisten, was sowohl für die Sicherheit als auch für die ordnungsgemäße Funktion der Schaltung von entscheidender Bedeutung ist.

Abb. 1

Versuchsaufbau für Erdungsversuche. Gegen den Uhrzeigersinn: (A) Kupferdrähte wurden um konische 15-ml-Reagenzgläser gewickelt. (B) Ein Ende eines dünnen Edelstahldrahtes wurde mit dem Kupferdrahtbündel verbunden, während das andere Ende eine Schleife bildete, die in die Lösung im Reagenzglas eingetaucht war. Es wurde darauf geachtet, dass der dünne Draht die Reagenzglaswände nicht berührte. Ein separates rotes Kabel mit Metallkrokodilklemmen an beiden Enden verband den Kupferdraht (B) mit einem geerdeten Wasserhahn (C, D), was mit einem Multimeter überprüft wurde. Die Mitte der Abbildung zeigt eine schematische Darstellung der drei Versuchsaufbauten: geerdet (oben), scheinbar geerdet (Mitte) und Kontrollgruppe (unten). Der Pfeil symbolisiert das rote Kabel mit den Metallkrokodilklemmen.

Im gesamten Text werden mitochondriale Zustände erwähnt. Zur Verdeutlichung: In der mitochondrialen Atmung stehen Zustand 3, Zustand 3u und Zustand 4 für verschiedene Phasen der mitochondrialen Aktivität, die während der Respirometrie-Experimente beobachtet wurden. Zustand 3 (auch als aktive Atmung bezeichnet) spiegelt die maximale Rate des mitochondrialen Sauerstoffverbrauchs wider, wenn ADP für die Phosphorylierung verfügbar ist. In diesem Zustand wandeln die Mitochondrien durch oxidative Phosphorylierung aktiv Sauerstoff in ATP um, was ihre Energieproduktionskapazität darstellt. Zustand 3u (gekoppelter Zustand 3) tritt auf, wenn Entkoppler wie FCCP eingeführt werden, die den Protonengradienten über die innere Mitochondrienmembran abbauen. Dies führt dazu, dass die Mitochondrien Sauerstoff mit hoher Rate verbrauchen, ohne ATP zu synthetisieren, da die Elektronentransportkette weiter funktioniert, die ATP-Produktion jedoch von der Atmung entkoppelt ist. Der Zustand 4 (Ruhend) ist durch einen geringeren Sauerstoffverbrauch gekennzeichnet, nachdem das in Zustand 3 produzierte ATP verbraucht ist. In diesem Zustand steht kein ADP zur Verfügung, und die Atmung beschränkt sich auf den basalen Sauerstoffverbrauch, der zur Aufrechterhaltung des mitochondrialen Membranpotentials und zur Ausführung grundlegender Zellfunktionen erforderlich ist, ohne dass aktiv ATP produziert wird. Diese Zustände sind entscheidend für die Beurteilung der Mitochondrienfunktion, einschließlich des respiratorischen Kontrollverhältnisses (Zustand 3/Zustand 4), das zur Beurteilung der Effizienz der Mitochondrien-Kopplung und der allgemeinen bioenergetischen Gesundheit beiträgt.

Die Inkubationspuffer waren für die drei Bedingungen wie folgt: (i) nicht phosphorylierende Mitochondrien (oder im Ruhezustand): MSHE +10 mm Succinat (zum Testen der endogenen Synthese von ATP mit endogenem ADP); (ii) phosphorylierende Mitochondrien: MSHE +10 mm Succinat +1 mm ADP (zum Testen der phosphorylierenden Aktivität durch Bereitstellung von Substrat und ADP); und (iii) entkoppelte Mitochondrien (d. h. Entkopplung des Elektronentransports von der ATP-Synthese): MSHE +10 mm Succinat +3,6 μm Antimycin A + 20 nm FCCP. Bei t = 0 min wurden den einzelnen Röhrchen Mitochondrien in einer Endkonzentration von 0,3 mg·ml−1 hinzugefügt, gründlich gemischt, zu Beginn (geschätzt auf <5 min) wurden Aliquots entnommen und anschließend 15 und 30 min bei 22 °C inkubiert. An diesen drei Zeitpunkten wurden Aliquots von 200 μL (60 μg Protein) und 5 μL (1,5 μg Protein) in 1,8 mL ROS-Assay-Puffer (0,1 m K2HPO4, 5 Einheiten/ml-1 Meerrettichperoxidase und 400 μm p-Hydroxyphenylessigsäure) und 45 μl Assay-Puffer (BioVision, proprietär) auf Eis. Die mitochondriale H2O2-Produktion wurde fluorimetrisch nach einer zuvor beschriebenen Methode bestimmt [[57]]. Kurz gesagt folgt die Reaktion zwischen Meerrettichperoxidase (HRP), p-Hydroxyphenylessigsäure (p-HPA) und Wasserstoffperoxid (H2O2) einem peroxidase-katalysierten Oxidationsprozess, der zur Bildung eines fluoreszierenden Produkts führt. HRP nutzt H2O2 als Oxidationsmittel und bildet einen aktivierten HRP-Peroxid-Komplex, der Elektronen auf geeignete Substrate übertragen kann. In diesem Fall wird p-HPA durch den HRP-Peroxid-Komplex einer Ein-Elektronen-Oxidation unterzogen, wobei oxidiertes p-HPA entsteht, das anschließend dimerisiert oder zu einem stark fluoreszierenden Produkt polymerisiert. Das oxidierte p-HPA-Produkt zeigt eine starke Fluoreszenz, die spektrophotometrisch gemessen werden kann (typischerweise mit einer Anregung bei etwa 320–350 nm und einer Emission bei etwa 400–450 nm). Die Reaktion verläuft über einen radikalischen Mechanismus und wird häufig zum Nachweis von H2O2 in biologischen und enzymatischen Assays verwendet. Die Fluoreszenzintensität des oxidierten p-HPA-Produkts korreliert mit der Menge des vorhandenen H2O2, was einen empfindlichen Nachweis ermöglicht [[58]]. Am Ende des Experiments wurden zur ROS-Messung [[59]] 200 μl Probe – in dreifacher Ausfertigung – aus dem 2-ml-Reaktionsröhrchen in eine Vertiefung einer 96-Well-Platte gegeben und die Fluoreszenz nach 30-minütiger Inkubation bei 37 °C aufgezeichnet (Anregungs- und Emissionswellenlängen bei 315 bzw. 410 nm). Die ROS-Produktion wurde anhand einer Kalibrierungskurve berechnet, die mit einer Stammlösung von 100 μm H2O2 in Konzentrationen von 0–3 μm erstellt wurde. Negative (nur MSHE-Puffer) und positive (0,5 μm H2O2) Kontrollen wurden ebenfalls dreifach auf die Mikroplatte gegeben.

Am Ende des Experiments wurden die ATP-Konzentrationen nach 30-minütiger Inkubation bei 25 °C spektrophotometrisch (570 nm) mit einem BioVision-Kit (Kat.-Nr. K354) gemäß den Anweisungen des Herstellers bewertet. Zur Quantifizierung des ATP wurde eine Kalibrierungskurve von 0–10 nmol·Well−1 verwendet. Negative (nur MSHE-Puffer) und positive (5 nmol ATP/Well) Kontrollen wurden dreifach durchgeführt.

Das mitochondriale Transmembranpotenzial (Δψ) wurde fluorometrisch (507 und 529 nm, Anregungs- und Emissionswellenlängen) unter Verwendung von (0,4 μm) Rhodamin 123 (Fisher Scientific) als Sonde in einem Infinite M200 (Tecan, Morrisville, NC) gemessen. Dieser Fluoreszenzfarbstoff wird zur Bestimmung von Δψ in isolierten Mitochondrien verwendet. Aufgrund seiner kationischen und lipophilen Eigenschaften reichert er sich selektiv in Reaktion auf das Membranpotential in den Mitochondrien an [[60]]. Die Fluoreszenz wurde in Aliquoten nach 0 und 30 Minuten (technische Triplikate und zwei biologische Replikate) bewertet. Als Positivkontrolle für ΔΨ = 0 wurde am Ende jeder Messung 3 μm FCCP hinzugefügt, um ΔΨ durch Eliminierung der Protonenmotive Kraft über die innere Mitochondrienmembran zusammenbrechen zu lassen. Das Potenzial wurde unter Berücksichtigung der Verteilung des Farbstoffs in den Mitochondrien im Vergleich zu den Medien ohne Mitochondrien anhand der Nernst-Gleichung berechnet. Der Farbstoff Rhodamin 123 wird als Sonde für das mitochondriale Membranpotenzial verwendet, da er gut charakterisiert ist, keinen Verlust der mitochondrialen Kopplung verursacht und in geringen Konzentrationen nicht toxisch ist [[61, 62]].

Statistische Analyse

Alle Experimente wurden in zwei biologischen Replikaten und drei technischen Triplikaten durchgeführt. Der einseitige ANOVA-Test (Varianzanalyse) wurde verwendet, um festzustellen, ob es statistisch signifikante Unterschiede zwischen drei oder mehr Versuchsbedingungen gab. In diesem Fall umfassten die Bedingungen phosphorylierende, nicht phosphorylierende, entkoppelte oder geerdete, Schein- und naive Gruppen. Der Test bewertete, ob sich die Mittel-werte einer abhängigen Variablen zwischen diesen Gruppen unterschieden. Im Anschluss an die ANOVA wurde eine Tukey-post-hoc-Analyse durchgeführt, um spezifische Gruppen-unterschiede zu identifizieren. Der Tukey-Test kontrolliert die familienweise Fehlerquote und ist besonders nützlich bei der Durchführung mehrerer Vergleiche, um sicherzustellen, dass signifikante Unterschiede zwischen Gruppenmittelwerten nicht auf zufällige Schwankungen zurückzuführen sind. Zusätzlich wurde eine lineare Regressionsanalyse durchgeführt, um Beziehungen zwischen Variablen zu untersuchen, wobei der Pearson-Korrelationskoeffizient verwendet wurde, um die Stärke und Richtung der linearen Beziehung zwischen zwei kontinuierlichen Variablen zu quantifizieren. Alle statistischen Analysen wurden mit der Software JMP Version 17.0 durchgeführt, einem weit verbreiteten statistischen Tool zur Datenvisualisierung und -analyse.

Ergebnisse

Qualitätskontrolle der Mitochondrienpräparation

Die Qualitätskontrolle der Mitochondrienpräparate aus Mäuseleber wurde vor der Durchführung der Experimente zur Bewertung des Einflusses der Erdung auf die ATP- und ROS-Produktion in den Mitochondrien bewertet. Alle Mitochondrienproben wiesen unter Verwendung einer Standard-Polarographieausrüstung einen Respirationskontrollverhältnis (RCR) von 12 ± 3 auf. Die Proben wurden innerhalb von 2 Stunden nach der Vorbereitung verwendet, und während dieses Zeitraums gab es keinen signifikanten Rückgang des RCR <9. Unter diesen Bedingungen betrugen die Sauerstoffaufnahmeraten mit Malat-Glutamat und Succinat unter phosphorylierenden Bedingungen 26 ± 3, 39 ± 4 nmol und 27 ± 3 nmol verbrauchtem O2 × (min × mg Mitochondrienprotein)−1. Die Sauerstoffverbrauchsrate unter nicht-phosphorylierenden Bedingungen (nur Succinat; Zustand 4) betrug 3,5 ± 0,5 nmol O2 × (min × mg mitochondriales Protein)−1. Die ROS-Produktionsrate in Zustand 4 betrug 0,60 ± 0,02 nmol H2O2 × (min × mg Protein)−1. Wenn die Rate unter Zustand 4 den Protonenleck und den Elektronenleck aus der inneren Mitochondrienmembran widerspiegelt, dann macht der Elektronenleck (Austritt von Elektronen während der gesamten Elektronentransportkette vor der Reduktion von Sauerstoff zu Wasser an Cytochrom c Oxidase, was zur Produktion von Superoxidanionen führt) einen geringen Anteil der gesamten Sauerstoffverbrauchsrate in Zustand 4 aus (Verhältnis 6:1), was mit anderen Studien übereinstimmt [[63]].

Validierung des Versuchsaufbaus und der Vorgehensweise

Alle Versuche wurden bei 22 °C durchgeführt, um eine unspezifische Aktivierung von Proteasen und Lipasen zu vermeiden, die die Integrität der Mitochondrien während des gesamten Versuchs (~30–60 min) beeinträchtigen könnte. Bei höheren Temperaturen sind möglicherweise größere Mengen an Protease-, Kinase-, Phosphatase- und Lipase-Inhibitoren erforderlich, um einen Abbau zu verhindern, was unerwartete und manchmal nachteilige Auswirkungen auf die Bioenergetik der Mitochondrien haben kann. Zusätzlich ist die Sauerstoffaufnahme bei 37 °C zwar insgesamt höher, aber die langsamere Sauerstoffverbrauchsrate bei 22 °C stellt sicher, dass die Mitochondrien (oder Zellen) während des Bewertungszeitraums keine Hypoxie oder Anoxie erfahren. Dies war entscheidend, da die Erdungsvorrichtung keine Echtzeitmessung der Sauerstoffkonzentration in den Reagenzgläsern ermöglichte. Die Temperatur hat bekanntermaßen einen Einfluss auf die Mitochondrienfunktion, einschließlich der ATP-gebundenen Sauerstoffverbrauchsraten (OCR). Wie von anderen gezeigt, stützen Arrhenius-Diagramme der OCR in Zustand 3 mit Succinat im Vergleich zu 1/T die Temperaturabhängigkeit der Mitochondrienaktivität (Abb. 1A). Diese Ergebnisse deuteten auf eine proportionale Abnahme der OCR bei niedrigeren Temperaturen hin, da die Komponenten der Elektronentransportkette langsamer wurden [[64]]. Darüber hinaus lag die aus diesem Diagramm berechnete Aktivierungsenergie (14,7 ± 0,4 cal·mol−1) innerhalb der veröffentlichten Werte für den Temperaturbereich von 17–30 °C (15,4 bis 16 cal·mol−1) [[64]], was unsere Ergebnisse bestätigt. Darüber hinaus wurde der Bereich von 20–25 °C in mitochondrialen Studien weit verbreitet verwendet, darunter auch in den bahnbrechenden Arbeiten von Chance in den 1950er- und 1960er-Jahren, in denen Experimente bei Temperaturen zwischen 4 und 25 °C durchgeführt wurden, wobei die meisten bei 25 °C stattfanden [[65-70]]. Die Entscheidung, bioenergetische Bewertungen bei 22 °C durchzuführen, bewahrt somit die Integrität der Mitochondrien, ermöglicht zuverlässige Atmungsmessungen, vermeidet unerwünschten, übermäßigen enzymatischen Abbau und verhindert hypoxische Bedingungen.

Wir haben Experimente unter Verwendung spektroskopischer Techniken (Fluoreszenz) zur Bewertung von ROS und ATP konzipiert, da die meisten Mitochondrienstudien Metallproben zur Messung dieser Parameter verwenden, die die Mitochondrienlösung verändern und somit die Experimente verfälschen können. Sowohl die ATP-Synthese als auch die H2O2-Produktion wurden zunächst unter Basisbedingungen gemessen, um Referenzwerte festzulegen. Dieser Schritt war entscheidend, um sicherzustellen, dass alle nachfolgenden Veränderungen der ATP- und ROS-Werte genau auf die Erdung und nicht auf Schwankungen in den Mitochondrien-präparaten zurückgeführt werden konnten. Zur Gewährleistung der Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Messungen wurden detaillierte Protokolle zur Quantifizierung von ATP und H2O2 befolgt. Die Varianzanalyse zeigte einen Haupteffekt des mitochondrialen Zustands auf die ATP-Produktion [F(2, 23) = 1062,44, P < 0,0001, η2 = 0,989]. Wie erwartet war die ATP-Produktion in phosphorylierenden Mitochondrien am höchsten, wenn ein Substrat (Succinat) und ADP in nicht limitierenden Konzentrationen bereitgestellt wurden (Zustand 3; Mittelwert ± SD = 401 ± 35 nmol × (min × mg Mitochondrienprotein)−1 im Vergleich zu den Zuständen 4 oder 3u). Post-hoc-Analysen mit Tukey's HSD zeigten, dass die ATP-Produktion im Zustand 3 höher war als im Zustand 4 (P < 0,0001) und im Zustand 3u (P < 0,0001; Abb. 1B). Umgekehrt war die ATP-Produktion unter Bedingungen mit endogenem (limitierendem) ADP (aber mit überschüssigem Succinat oder Zustand 4) oder unter entkoppelten Bedingungen mit Antimycin (Zustand 3u mit Antimycin) vernachlässigbar [19 ± 3 bzw. 18 ± 2 nmol × (min × mg mitochondriales Protein)−1] und statistisch nicht unterschiedlich (P = 0,996).

In Bezug auf die ROS-Produktion zeigte die Varianzanalyse einen Haupteffekt der mitochondrialen Zustände auf die H2O2-Produktionsrate [F(2,24) = 29,47, P < 0,0001, η2 = 0,711]. Die mitochondriale ROS-Produktion war unter Antimycin-supplementierten, ungekoppelten Bedingungen maximal (Zustand 3u mit Antimycin = 0,18 ± 0,02 nmol H2O2 × (min × mg Protein)−1 im Vergleich zu phosphorylierenden (0,10 ± 0,02) und nicht-phosphorylierenden (0,13 ± 0,02) Bedingungen (P < 0,0001 bzw. P = 0,0002; Abb. 1C)). Die ROS-Produktionsrate unter phosphorylierenden Bedingungen war ebenfalls unterschiedlich und niedriger als unter nicht-phosphorylierenden Bedingungen (P = 0,035; Abb. 1C).

Unter Berücksichtigung eines aktuellen P/O-Verhältnisses von 1,636 für Succinat (1,636 ATP-Moleküle werden pro Sauerstoffatom produziert, das während der Oxidation von Succinat zu Wasser reduziert wird) [[71-73]], betrug der Anteil des für die ROS-Produktion verwendeten Sauerstoffs unter nicht-phosphorylierenden Bedingungen 2,2 % und unter phosphorylierenden Bedingungen 0,08 %. In Übereinstimmung mit diesen Werten und gemäß der aktuellen Literatur wird ein sehr geringer Anteil des von Mitochondrien verbrauchten Sauerstoffs für die ROS-Produktion verwendet, der typischerweise auf 0,15 % bis 2 % des gesamten Sauerstoffverbrauchs geschätzt wird, wobei die meisten Studien ihn näher am unteren Ende dieses Bereichs bei etwa 0,1–0,2 % [[74]] für Mitochondrien im Zustand 3 ansetzen.

Die Werte dieser Ergebnisse zeigten, dass nicht nur die Mitochondrienpräparate, die für die geerdeten Verdrahtungseinstellungen verwendet werden sollten, die Qualitätskontrolle hinsichtlich Unversehrtheit und Kopplung bestanden, sondern auch die Versuchsaufbauten und -ansätze.

Erdungsexperimente

Für die Erdungsexperimente wurden Kupferdrähte um den Hals von konischen 15-ml-Reagenzgläsern gewickelt. Ein dünner Edelstahldraht, der mit der Kupferspirale verbunden war, hatte eine Schleife, die in die Lösung im Reagenzglas eingetaucht war, sodass er die Reagenzglaswände nicht berührte. Die Erdung wurde hergestellt, indem der Kupferdraht an einen Wasserhahn angeschlossen wurde. Das System war im geerdeten Zustand vollständig mit dem Wasserhahn verbunden, was durch ein Multimeter als ordnungsgemäß geerdet bestätigt wurde (siehe Methoden). Die Scheinbedingung replizierte diesen Aufbau, hatte jedoch keine Erdungsverbindung und diente als Kontrolle für mögliche Nicht-Erdungseffekte. Die Kontroll-gruppe umfasste keine externe Verkabelung oder Erdung und diente als Vergleichsbasis (Abb. 2).

Abb.2

Arrhenius-Diagramm für Zustand 3 mit Succinat-, ATP- und Wasserstoffperoxidproduktion durch isolierte, gereinigte Mitochondrien aus Mäuseleber. (A) Die Sauerstoffverbrauchsrate (OCR) mit Succinat und ADP (Zustand 3) durch isolierte Mitochondrien aus Mäuseleber wurde bei drei Temperaturen bewertet. Das Arrhenius-Diagramm wurde anhand des natürlichen Logarithmus der mittleren OCR-Raten bei jeder getesteten Temperatur erstellt. Die Daten wurden an ein lineares Modell angepasst (Gleichung siehe Grafik; Pearson-Korrelation r(2) = −0,998; P = 0,036). Die Fehlerbalken stellen die Standardabweichung dar. Für die Grafiken B und C wurden isolierte Mitochondrien mit Succinat und ADP (phosphorylierend; Zustand 3), nur mit dem Substrat (Succinat) (nicht phosphorylierend; Zustand 4) und mit dem Entkoppler FCCP (Carbonylcyanid-p-trifluormethoxyphenylhydrazon) und Antimycin (entkoppelt; Zustand 3u mit Antimycin) inkubiert. Die ATP-Produktion (Panel B) und die Wasserstoffperoxid-produktion (Panel C) wurden in Aliquots (dreifach) nach 0, 15 und 30 Minuten bewertet, und die Raten wurden als Steigungen einer linearen Regressionsanpassung berechnet. Die statistischen Analysen wurden mit ANOVA (Varianzanalyse) gefolgt von Tukey's Post-hoc-Test durchgeführt. Die Boxplots in den Feldern B und C sind so gestaltet, dass sie 50 % der Daten innerhalb jeder Box umfassen, wobei der Medianwert (definiert als der Datenwert, der in der Mitte zwischen dem kleinsten und dem größten Wert liegt) als Linie dargestellt wird. Die Ober- und Untergrenze der Box geben die Grenzen von ±25 % der variablen Population an. Die Linien, die sich von der Ober- und Untergrenze jeder Box erstrecken, stellen die Minimal- und Maximalwerte innerhalb des Datensatzes dar, die in einen akzeptablen Bereich fallen. Jeder Wert außerhalb dieses Bereichs, der als Ausreißer bezeichnet wird, wird als einzelner Punkt dargestellt (ein Ausreißer ist definiert als jeder Punkt, dessen Wert entweder größer als das obere Quartil +1,5 * Interquartilabstand oder kleiner als das untere Quartil − 1,5 * Interquartilabstand ist). Ausreißer werden in die Berechnungen für das Boxplot einbezogen. Alle Experimente wurden in mindestens zwei biologischen Replikaten und drei technischen Triplikaten durchgeführt.

Zunächst haben wir den zeitlichen Verlauf der H2O2-Produktion durch Mausleber-mitochondrien unter Zustand 4 und 3u mit Antimycin bewertet, um die lineare Reaktion innerhalb des Zeitfensters zu bewerten (Abb. 3A und Abb. 3B). Unter den drei Bedingungen waren die Reaktionen unter Zustand 4 linear mit Korrelationskoeffizienten > 0,93 [Pearson-Korrelation r(2) > 0,93, P < 0,001]. Ähnliche Ergebnisse wurden mit Zustand 3u und Antimycin erzielt. Eine einseitige Kovarianzanalyse (ANCOVA) ergab, dass die H2O2-Produktion unter geerdeten Bedingungen signifikant unterschiedlich und niedriger war als unter Schein- und Naivbedingungen für Zustand 4 (P = 0,023) und Zustand 3u mit Antimycin (P = 0,034).

Abb. 3 A-D

Auswirkung der Erdung auf die ATP- und Wasserstoffperoxidproduktion sowie das Atemkontrollverhältnis in phosphorylierenden Mitochondrien. Die Wasserstoffperoxidproduktion wurde zu den angegebenen Zeitpunkten in Mitochondrien bewertet, die mit Succinat (A) und Succinat, FCCP und Antimycin (B) inkubiert wurden. Unter jeder Bedingung wurden Aliquots in dreifacher Ausfertigung entnommen: geerdet, Schein und naiv. Die linearen Regressionsgleichungen sind in jedem Feld dargestellt. Der P-Wert entspricht einer einseitigen ANCOVA (Kovarianzanalyse). Die Raten der ATP-Produktion (C) und der Wasserstoffperoxidproduktion (D) wurden in phosphorylierenden Mitochondrien (Zustand 3) bewertet. Die P-Werte wurden aus einer ANOVA-Analyse mit anschließender Tukey-Post-hoc-Analyse ermittelt. Alle Experimente wurden in zwei biologischen Replikaten und drei technischen Dreifachproben durchgeführt. In den Feldern A und B stellen die Fehlerbalken die Standardabweichungen dar. Die Boxplots in den Feldern C und D zeigen 50 % der Daten innerhalb jeder Box, wobei der Median durch eine Linie angezeigt wird. Die Boxgrenzen stellen ±25 % der variablen Population dar. Die Linien, die sich von den Boxen aus erstrecken, stellen die Minimal- und Maximalwerte innerhalb eines akzeptablen Bereichs dar. Werte außerhalb dieses Bereichs, sogenannte Ausreißer, werden als einzelne Punkte dargestellt (definiert als jeder Punkt, der größer als das obere Quartil +1,5 * Interquartilsabstand oder kleiner als das untere Quartil − 1,5 * Interquartilsabstand ist). Ausreißer werden in die Boxplot-Berechnungen einbezogen.

Die Raten der ATP-Produktion (Abb. 3C) und der H2O2-Produktion (Abb. 3D) wurden in Mitochondrien von Mäuseleber unter phosphorylierenden Bedingungen (Zustand 3) und unter den drei Einstellungen (geerdet, sham und naiv) bewertet. [Korrektur hinzugefügt am 24. Juli 2025 nach der ersten Online-Veröffentlichung: Dieser Satz wurde korrigiert.] Unter geerdeten Bedingungen wurden im Vergleich zu Schein- und Naivbedingungen signifikante Unterschiede beobachtet. Die Varianzanalyse zeigte einen Haupteffekt der Erdung auf die ATP-Produktion [F (2, 6) = 78,598, P < 0,0001, Pη2 = 0,963]. Post-hoc-Analysen mit Tukey's HSD zeigten, dass die ATP-Produktion unter geerdeten Bedingungen 444 ± 2 nmol ATP × (min × mg Protein)−1 betrug und damit signifikant höher war als unter Scheinbedingungen (420 ± 1; P = 0,002) und unter Naivbedingungen (396 ± 7; P < 0,0001; Abb. 3C). In Übereinstimmung mit den Ergebnissen zur ATP-Produktion zeigte die Varianzanalyse einen Haupteffekt der Erdung auf die H2O2-Produktionsraten [F(2,6) = 10,803, P = 0,010, pη2 = 0,783]. Post-hoc-Analysen mit Tukey's HSD zeigten, dass die ROS-Produktion zwischen Schein- und Naivbedingungen nicht unterschiedlich war [in nmol H2O2 × (min × mg Protein)−1 0,103 ± 0,009 und 0,12 ± 0,01; P = 0,213], aber beide waren höher als unter geerdeten Bedingungen (0,08 ± 0,01; P = 0,079 vs. Schein; P = 0,009 vs. naiv; Abb. 3D).

Zusammenfassend war die ATP-Produktion unter geerdeten Bedingungen am höchsten, begleitet von der niedrigsten mitochondrialen ROS-Produktion und der höchsten Kopplung der ATP-Produktion an die Sauerstoffaufnahme oder den Elektronenfluss durch die Elektronentransportkette.

In Anbetracht der Tatsache, dass die Erdung zu einem statistisch signifikanten Anstieg der ATP-Produktion im Vergleich zu Schein- und Naivbedingungen (5 bis 11 %) führte, jedoch mit einer stärkeren Auswirkung auf die ROS-Produktion (Rückgang um 22 bis 33 %) als unter Schein- und Naivbedingungen, und dass Forschungsstudien darauf hindeuten, dass bereits eine geringfügige Abnahme des Membranpotentials (<13 %) zu einer 1,2- bis 2-fachen Erhöhung der Atmungsrate und einer erheblichen (um 80 %) Verringerung der H2O2-Produktion führen kann, während die Auswirkungen auf die Atmung im Zustand 3 minimal sind [[75, 76]], haben wir das mitochondriale Membranpotential unter den drei Bedingungen bewertet. Der ΔΨ unter naiven oder Scheinbedingungen unterschied sich nicht (−174 ± 9 und −175 ± 10 mV), während er unter geerdeten Bedingungen signifikant niedriger war (−165 ± 8 mV). Alle drei ΔΨ fielen in Gegenwart von FCCP auf Werte von −20 ± 6 mV.

Diskussion

Die Ergebnisse unserer Studie unterstreichen den signifikanten Einfluss der Erdung auf die Mitochondrienfunktion, insbesondere auf die ROS-Bildung, die sich wiederum auf die Kopplung des Elektronentransfers an die ATP-Produktion auswirkt. Durch die Verwendung fluoreszenzbasierter Assays zur Bewertung dieser Parameter konnten wir die Störeffekte vermeiden, die bei herkömmlichen Metallsonden durch die Erdung der Mitochondrienlösung auftreten. Dieser methodische Ansatz ermöglichte es uns, den Einfluss der Erdung auf die Mitochondrien zu isolieren und genau zu bewerten. Derzeit gibt es keine experimentellen Arbeiten, die eindeutig belegen, dass Erdung die bioenergetischen Parameter der Mitochondrien verändert. Zwar gibt es verschiedene Behauptungen über die gesundheitlichen Vorteile der Erdung, darunter auch mögliche Auswirkungen auf oxidativen Stress, doch bleiben diese Behauptungen aufgrund fehlender direkter empirischer Belege weitgehend spekulativ. Unsere Studie zielte darauf ab, diese Wissenslücke zu schließen, indem wir experimentelle Daten zur Bewertung der Frage lieferten, ob Erdung messbare Auswirkungen auf die mitochondriale Atmung, das Membranpotenzial und oxidativen Stress hat. Anstatt einen kausalen Zusammenhang anzunehmen, haben wir systematisch getestet, ob Erdung unter kontrollierten Bedingungen einen bioenergetischen Einfluss ausübt. Damit wollten wir eine Grundlage für zukünftige Untersuchungen zur potenziellen physiologischen Relevanz der Erdung auf mitochondrialer Ebene schaffen.

Unsere Studie zeigte, dass Erdung zu einer leichten Abnahme des mitochondrialen Membranpotentials führte, was die Verringerung der ROS-Produktion und die Erhöhung der ATP-Produktion erklärt. Obwohl die Abnahme ~5–6 % betrug und als geringfügige biologische Auswirkung angesehen werden kann, muss berücksichtigt werden, dass die Protonenleckraten in den Mitochondrien von Säugetieren exponentiell mit ΔΨ ansteigen und dass die Erhöhung der Protonenleitfähigkeit über die mitochondriale Membran mit steigendem ΔΨ ebenfalls nicht ohmsch ist. Protonen- und Elektronenleck sind eng miteinander verbunden, da die Superoxidproduktion sehr empfindlich auf die Abnahme von ΔProton aufgrund von Protonenleck reagiert [[77]]. Unsere Ergebnisse stimmen mit denen anderer Forscher überein, die darauf hinweisen, dass bereits ein geringer Rückgang des Membranpotentials zu einer erheblichen Verringerung der H2O2-Produktion führen kann [[75, 76]]. Dies steht im Einklang mit unseren Erkenntnissen und stützt die Hypothese, dass elektrische Erdung die Bioenergetik der Mitochondrien durch subtile Veränderungen des Membranpotentials modulieren kann.

Die mitochondriale Atmung und das Membranpotential werden häufig in Atmungskammern gemessen, die mit Elektroden ausgestattet sind, wie beispielsweise den häufig verwendeten Oxygraph-Systemen. Diese Systeme stützen sich auf den Sauerstoffverbrauch als Indikator für die mitochondriale Aktivität. Allerdings berücksichtigen sie nicht immer mögliche Artefakte, die durch die Erdung der Mitochondrien entstehen – ein Phänomen, bei dem Mitochondrien physisch mit Oberflächen interagieren und dadurch ihr bioenergetisches Verhalten verändern können. Wenn Mitochondrien in Suspension vorliegen, wie dies in vielen hochauflösenden Respirometrie-Experimenten der Fall ist, können sie ihre natürlichen elektrochemischen Gradienten aufrechterhalten. Wenn Mitochondrien jedoch mit Kammeroberflächen wie den Elektroden eines Oxygraphen in Kontakt kommen, kann diese Erdung die Ladungsverteilung beeinflussen, was sich auf die Messung des Membranpotentials auswirkt und möglicherweise den Sauerstoffverbrauch verändert. In Systemen, in denen Mitochondrien auf Oberflächen abgelagert oder in Mikro-Kammern eingeschlossen sind, können Erdungseffekte zu einer Dissipation des Membranpotentials führen, was eine künstliche Depolarisation oder eine veränderte Protonenleckdynamik zur Folge hat. Dies könnte zu einer Unterschätzung der respiratorischen Kontrollverhältnisse oder zu einer Fehlinterpretation der mitochondrialen Kopplungseffizienz führen. Das Verständnis dieser möglichen Effekte ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die gemessene Atmung und das gemessene Potenzial das physiologische Verhalten der Mitochondrien genau widerspiegeln. Der Vergleich von elektrodenbasierten O2-Verbrauchs-Messungen mit alternativen Ansätzen, wie fluorometrischen potentialempfindlichen Farbstoffen oder isolierten Vesikelsystemen, kann dazu beitragen, zu klären, wie die Erdung der Mitochondrien die bioenergetischen Bewertungen beeinflusst.

Reduzierte ROS-Spiegel sind vorteilhaft, da übermäßige ROS oxidativen Stress verursachen und Zellbestandteile wie Lipide, Proteine und DNA schädigen können. Diese Beobachtungen deuten darauf hin, dass Erdung die mitochondriale Bioenergetik positiv beeinflusst, indem sie oxidativen Stress durch eine verringerte ROS-Produktion reduziert. Somit könnte Erdung ein vielversprechendes therapeutisches Ziel für die Veränderung der Pathophysiologie sein, die mit der mitochondrialen Superoxidproduktion und Erkrankungen verbunden ist, die durch erhöhten oxidativen Stress aufgrund von mitochondrialer Dysfunktion gekennzeichnet sind.

Unsere Ergebnisse stützen die Hypothese, dass Erdung in verschiedenen Kontexten therapeutisches Potenzial bietet. Verringerte ROS-Spiegel reduzieren oxidative Schäden, was Prozesse verlangsamen kann, die mit Alterung und chronischen Krankheiten verbunden sind, die wiederum mit einer Abnahme der Mitochondrienfunktion einhergehen.

Zusammenfassend unterstreichen diese Ergebnisse die Bedeutung der Erdung in der Mitochondrienforschung und deuten auf potenzielle therapeutische Vorteile der Erdung für die Behandlung von Erkrankungen hin, die mit einer Funktionsstörung der Mitochondrien und oxidativem Stress zusammenhängen. Zukünftige Studien sollten die langfristigen Auswirkungen der Erdung und ihre möglichen Anwendungen in präventiven und klinischen Kontexten untersuchen.

Danksagung

Wir danken J. Dayton und S. Wykoff-Clary für ihre technische Unterstützung.

Interessenkonflikt

Alle Autoren haben finanzielle oder sonstige Interessen im Zusammenhang mit der eingereichten Arbeit offengelegt, die die Objektivität der Autoren beeinträchtigen oder den Inhalt des Artikels beeinflussen könnten. Keine finanziellen oder nichtfinanziellen Interessenkonflikte könnten die Objektivität, Integrität oder den Wert dieser Veröffentlichung beeinträchtigen, indem sie das Urteil und Handeln der Autoren bei der Darstellung, Analyse und Interpretation der Daten beeinflussen. C.G. ist Mitglied der Redaktion von Scientific Reports. Sie erhielt eine Vergütung als Field Chief Editor für Frontiers in Molecular Biosciences und Honorare für die Teilnahme an NIH-Peer-Review-Sitzungen.


SCENAR-NT-1

Die Lösung für Post Vac / Long Covid?

Die C-Jahre haben bei vielen Menschen Spuren hinterlassen – auch durch medizinische Maßnahmen, die tiefe Auswirkungen auf den Organismus haben können. Chronische Erschöpfung und anhaltende Beschwerden, die in keinem direkten Zusammenhang zu stehen scheinen, beschäftigen Betroffene und Therapeuten gleichermaßen.

Wir widmen uns bei QS24 in diesem Interview diesen Fragen und zeigen Möglichkeiten, wie sich der Körper von Belastungen erholen und zurück ins Gleichgewicht finden kann.

Im Mittelpunkt steht die Scenar Therapie, die mit speziellen Impulsen direkt auf das Nervensystem eingewirkt, um Selbstheilungsprozesse zu aktivieren.

Thomas Zimpfer zeigt, dass selbst schwerwiegende Symptome oft schnell und einfach in den Griff zu bekommen sind.

Das Beste: Scenar ist absolut für Laien geeignet!

Scenar Pawns

QS24: Belastet nach der Impfung


thunder

Ist Erden möglicherweise ungesund?

In letzter Zeit erreichen uns zunehmend Anfragen, ob durch Erden Spannung bzw. Strom auf den Körper kommen könnte. Auslöser ist wohl ein Video eines "Baubiologen". Schauen wir uns zuerst an, was ein "Baubiologe" ist. Hierzu Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Baubiologie):

"In Deutschland kann jeder unabhängig von seiner Ausbildung oder einschlägigen Praxiserfahrungen die Bezeichnung Baubiologe führen."

Wir sehen: JEDER darf sich problemlos Baubiologe nennen, auch wenn er nicht die geringste technische Ahnung hat. Das ist eine interessante Tatsache, die die Aussagen von "Baubiologen" etwas fraglich macht, oder?

Versteht mich nicht falsch:

Es gibt eine Menge Menschen, die als Baubiologe arbeiten, und sehr gute Arbeit leisten. In unserem Partnerprogramm finden sich inzwischen einige dutzend Baubiologen, die das Prinzip des geerdet Schlafens sehr gut verstanden haben und Ihren Klienten unbedingt das "geerdet Schlafen" und unsere Produkte empfehlen.

Lasst uns nun einen Blick auf die Studienlage zum Thema werfen.

Wir finden bei pubmed über 80 Studien über "Earthing" ( auf Englisch). Auf unserer Webseite stellen wir einige der Studien zur Verfügung. Besonders bemerkenswert ist die Arbeit des Olympischen Trainings Centers in Österreich, welche ich bereits mehrfach zitiert und vorgestellt habe. Diese haben wir von einer Profi Medizin-Übersetzerin ins Deutsche übertragen lassen.

Hier Auszüge:

.......Während der 10 Tage nach der Intervention schlief die GRD-Gruppe geerdet mit einem leitfähigen
Laken, das an eine geerdete Wandsteckdose angeschlossen war, während die UGD-Gruppe nur
scheinbar geerdet schlief. Beide Gruppen erhielten vor Beginn der Studie identische Laken von
BTZ (Badisches Therapie Zentrum, Baden-Baden, Deutschland). Diese Bettlaken (Größe 90 cm x
200 cm) bestehen aus 100 % Baumwolle, in die leitfähige Silberfasern eingewebt sind. Am Laken ist
ein geerdetes Kabel befestigt, das am anderen Ende mit der Erde der Wandsteckdose verbunden
ist. Es gibt keine direkte Verbindung zum Strom; die Erdung auf indirekte Weise (z. B. Kabel) ist
sicher und gefährdet die Personen nicht.
......

........Vor Beginn der Hauptstudie wurde eine Pilotstudie (n = 10) über die Auswirkungen der Erdung
mit den leitfähigen Laken (geerdet vs. scheinbar geerdet) durchgeführt. Die Teilnehmer wurden
aufgefordert, sich auf eine Massageliege zu legen und sich, nur mit Unterwäsche bekleidet, sowohl
auf dem geerdeten 139 als auch auf dem scheinbar geerdeten Laken für jeweils 5 Minuten zu
entspannen. Die elektrostatische Ladung wurde auf der Haut im Bereich des vastus lateralis über
ein elektrostatisches Voltmeter (ESVM 1000, Wolfgang Warmbier, Deutschland) gemessen. Die
Pilotstudie ergab Werte von −0,2 ± 0,1 V vs. −81,9 ± 25,6 V (P < 0,001) in der geerdeten vs.
scheinbar geerdeten Situation. Dies zeigt deutlich die Wirkung der Erdung über das leitfähige
Laken.
.....

Einen weiteren, sehr fundierten Artikel von G.Chevalier, Universität Montreal, Kanada, findet Du hier

geerdet Schlafen mit unseren einzigartigen "Exclusive" Spannbetttüchern

Nun ist die Kritik oft, dass "Strom" durch den Körper fließt und dieser abgeleitet wird. Das ist nicht korrekt und zeigt das mangelnde Verständnis derer, die das behaupten.

In der Tat ist es laut dem international anerkannten Biophysiker Prof. Dr. Dr. James Oschmann (USA) so, dass Menschen (und Tiere) durch physikalischen Erdkontakt sozusagen in das Schutzfeld der Erde gezogen werden, wodurch E-Smog nicht an sie herankommt.

Siehe hierzu auch im Buch "Earthing..." die Erklärung mit Grafik auf Seite 89. Das Buch findest Du hier.

Einen sehr fundierter Beitrag von der Universität Montreal, Kanada findest Du hier

Wichtig: Natürlich muss das Erdungsprodukt korrekt angeschlossen werden, funktionsfähig sein und die Steckdose geerdet sein.

Ich schließe den Beitrag mit unserem Motto: Schlaf Dich gesund- Erdungsprodukte


Magnolie

Warum Du einen SCENAR besitzen solltest!

"Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts" (Arthur Schopenhauer)

Wie Recht der gute Mann hat. Als Therapeut und Inhaber von tz-gesundheit beschäftigt mich das Thema natürlich so sehr, dass ich mich als chronisch gesund bezeichnen würde ;-)

Wichtig ist mir, einfache, effektive Maßnahmen, anzuwenden. Diese möchte ich Dir kurz stichpunktartig vorstellen:

  • früh zu Bett, früh raus. Über dieses Thema wurde viel geschrieben und philosophiert und ich denke, es besteht weitgehend Einigkeit über die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme.
  • morgens nach dem Zähneputzen und Zunge schaben zwei Gläser heißes Wasser mit frischem Zitronensaft und Honig
  • direkt mal 45 Minuten meditieren. Darüber gibt's reichlich wissenschaftliche Studien
  • morgen nix Essen. Nennt sich "Intervallfasten". Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit wirst Du merken, dass es guttut. Die Idee ist, dass der Körper genug Zeit zum Verdauen und Entgiften hat
  • mit dem Rad zur Arbeit. Bewegung an der frischen Luft ist essentiell
  • reichlich sauberes Wasser über den Tag trinken
  • mittags Salat mit reichlich frischen Wildkräutern, dazu Fisch o.ä. , keine Kohlehydrate
  • abends nochmal Spazierengehen oder - im Sommer - Schwimmen
  • Nahrungsergänzungen nehme ich wenig ein: Im Winter D3 (aus Wollfett)+K2, Zink, LaVita

Nun, die speziellen "Geheimnisse":

Nachts geerdet Schlafen gehört definitiv dazu. Meine persönlichen Favoriten sind zudem zwei nette, einfach zu bedienende und sehr effektive Frequenztherapiegeräte:

Die Power Tube - glänzt durch sehr einfache Handhabung, was die tägliche Anwendung zum Kinderspiel macht. Gerade Kinder, alte Menschen und technisch nicht so versierte werden Begeistert sein - alle Anderen auch! Kurz gesagt: In der heutigen Zeit gehört die Power Tube einfach in jeden Haushalt.

Eine echte Spezialität ist der aus der Weltraumforschung stammende SCENAR. Diesen setze ich seit 2007 in meinem Therapiezentrum in Baden-Baden ein. Bis heute konnte ich nichts entdecken, was den SCENAR auch nur ansatzweise ersetzten könnte!

Was ist SCENAR?

Wir sprechen hier von einem Neuro-Bio-Feedback-Gerät, das "mit dem Körper spricht". Dadurch kannst Du SCENAR bei geradezu jeder Beschwerden in jedem Stadium einsetzen.

Das Schöne: Die Anwendung ist sehr einfach. Wir importieren die Geräte seit 2019 und haben inzwischen hunderte Sets an Heimanwender (und natürlich an Ärzte, Heilpraktiker, Physiotherapeuten) verkauft.

Schau Dir hier ein Interview zum Thema Scenar an:


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